EU-Logo
für Lebensmittel aus dem ökologischen Anbau:
Viele Verbraucher
würden gerne Lebensmittel aus dem ökologischen Anbau kaufen. Sie zweifeln jedoch
daran, ob die Produkte, die mit "öko", "biologisch", "organisch" werben, auch
wirklich aus dem ökologischen Anbau stammen. Und: Der hohe Preis für den Öko-Joghurt,
Bio-Brot und Müsli aus biologischem Anbau lassen dann auch viele beim Kauf zurückschrecken.
Wo
"Öko" und "Bio" drauf steht, muss auch "Öko" und "Bio" drin sein, das besagt die
seit 1993 gültige Europäische Öko-Verordnung. Sie legt die Mindeststandards für
Lebensmittel aus dem ökologischen Landbau fest. Diese gelten derzeit nur für pflanzliche
Lebensmittel, ab August 2000 jedoch auch für Lebensmittel tierischer Herkunft.
Eine einheitliche
Kennzeichnung, wie bereits in Deutschland durch das Öko-Prüfzeichen geschehen,
war auch auf europäischer Ebene notwendig. Nun
hat sich die Europäische Kommission auf ein einheitliches Label für Produkte aus
dem ökologischen Landbau geeinigt. Das
Logo ist an das EU-Zeichen zur Herkunftssicherung angelehnt. Es enthält das 12-Sterne
Symbol der EU, in deren Mitte sich eine Ähre befindet und um deren Rand ein Schriftzug
"ökologischer Landbau", "organic farming" - je nach Land und Sprache - verläuft.
Das Label kann sowohl farbig (blau/grün) als auch schwarz/weiß angebracht werden.
Das
EU-Label für Lebensmittel aus dem ökologischen Anbau darf nur verwendet werden,
wenn mindestens 95% der Zutaten aus dem biologischen Anbau stammen. Die Kennzeichnung
ist freiwillig. Es stellt für den Verbraucher eine zusätzliche Orientierungshilfe
im Wirrwarr der Label, Logos und Zeichen dar, es erleichtert ihm die Kaufentscheidung
und garantiert für die Echtheit des Produktes. Insbesondere wenn es um Lebensmittel
aus anderen europäischen Ländern geht, deren Anbauverbände den meisten Konsumenten
in Deutschland nicht bekannt sind, ist das neue EU-Label für den Verbraucher hilfreich.
Deutsche
Ökoprodukte können bereits seit einiger Zeit an dem bundeseinheitlichen Öko-Prüfzeichen
der CMA (Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft) und der
AGÖL (Arbeitsgemeinschaft ökologischer Anbau) erkannt werden. Die Vergabe dieses
Zeichens ist jedoch an die strengeren Rahmenrichtlinien für Erzeugung und Verarbeitung
der AGÖL gebunden; diese beinhalten selbstverständlich auch die Mindestanforderungen
der EU. Das EU-Label darf zusätzlich angebracht werden, so dass in ganz Europa
die Öko-Produkte als solche erkannt werden können.
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